La Paz

​Endlich! Der erste Urlaub stand an. Ich hatte mich für La Paz entschieden und so ging es dann auch am Mittwoch, den 24.11 um 20 Uhr mit der Flotta auf die 12-stündige Fahrt. Eine Flotta, ist vergleichbar mit den Fernbussen in Deutschland. Diese Fahrt gab es nur in “Cama“. Das heißt übersetzt “Bett“. Dabei hat man unendliche Beinfreiheit, kann den Sitz fast in Liegeposition bringen und hat eine Art gepolstertes Brett für die Füße. Am nächsten Morgen gegen 8:30 kam ich erholt am “Terminale de Busses“ an. Mein Hostel, das “Adventure Brew Hostel“ befand sich nur 5 Gehminuten vom Terminal entfernt. Wie das Name schon verrät, gibt es dort eine kleine Microbrauerei. Da ich erst um 14 Uhr einchecken könnte, entschloss ich mich, meinen Rucksack dort zu “parken“, mich umzuziehen und dann in die Stadt zugehen. Erst lief ich etwas orientierungslos umher, bis ich mich in ein Kaffe setzte und meine “To-do-Liste“ auf dem Stadtplan eingezeichnete. Dann ging es nach einem Api Morado ( gemahlenes rotes Maispulver, mit Wasser aufgekocht) weiter. Erst zum Hexenmarkt, auf die Plaza Murillo, dann zum Mirador Killi Killi, in die Touristenstraße, zu einem Laden von einer Schweizerinnen, bei der es dunkles Brot geben soll, was jedoch ausverkauft war. Nach 4 Monaten sind alle mehr als scharf auf Vollkornbrot, da hier nur Weißbrot gegessen wird..

Danach ging es noch in einen Echt-Alpakaladen, jedoch konnte ich mich nicht entscheiden, welcher mit besser gefällt.

Am selben Tag habe ich auch noch eine Tour zur bekannten “Death-Road“ gebucht. Diese Tour startete am nächsten Tag, den 25.11, eigentlich um 7:45 am Hostel. So wie bolivianische Mentalität nunmal ist, startet diese erst um 8:05. Wir waren eine kleine Gruppe von 3 Leuten. Ein Mann Mitte 50, ein Backpacker Ende 20 und ich. Wir wurden mit einem kleinen Truffi, die Linienbusse von La Paz abgeholt und fuhren dann eine Stunde Richtung Death Road. Wir startet Ende in 4800 Meter Höhe. Es war sooo kalt, das wir mehrere Schichten Kleidung trugen, was uns am Ende ganz arg zum schwitzen gebracht hat. Wir fuhrten die ersten 30 Minuten auf der neuen geteerten Umgehungsstraße herunter. Nicht’s spannendes, einfach so den Berg herunterzufahren. Jedoch war die Landschaft traumhaft schön. Nachdem wir an der ersten Endstation gefrühstückt hatten, ging es mit dem Truffi weiter Richtung eigentliche Death Road. Dort angekommen, schnappten wir uns unsere Räder, Helm, Handschuhe und Schoner und schon ging es los.

Mittlerweile merkte man, dass man sich in einer anderen Klimazone befand, denn es wurde deutlich wärmer. Jetzt ging es los! Jeder in seinem, Tempo, ich aber immer wohlbehütet zwischen den anderen zwei Teilnehmern. Insgesamt zwei Stunden fuhren wir den Berg herunter, zweimal hatten wir Gegenverkehr, aber an sehr weit aufgebauten Stellen. Die Death Road kann man sich vorstellen, wie ein etwas schottiger Waldweg. Angst hatte ich während der Fahrt nicht. Wenn man sich Richtung Mitte oder links Richtung Hang orientiert hat, hatte man erstens die besten Fahrbedingungen und wenn man langsam um die Kurven ist, ist man nicht zu weit an den Abhang gekommen. Nach zwei Stunden Fahrt kamen wir auf 1200 Meter, Mitten in den Yungas (Dschungel) an, verdammt war das heiß! 

Danach ging es in ein Gebäude, bei dem sich alle Organisationen treffen. Dort erwartete und leckeres Essen und eine Dusche. Die tat auch mehr als gut. 

Danach fuhren wir 2 1/2 Stunden mit dem Truffi nach La Paz und es wurde Stück für Stück wieder kalt.

Am Samstag war mein letzter Tag. Da um 5 meine Nacht zu Ende war, da meine lieben Mitbewohner mehr als betrunken ins Zimmer kamen, entschied ich mich früher loszugehen. Ich habe ewig auf einen Truffi gewartet, der nach Mallasa, also zur Valle de la Luna fährt. Dort angekommen, lief ich den Rundweg von 45 Minuten und danach bin ich noch etwas mit der Teleferico, der Seilbahn von La Paz über die Stadt gefahren. Irgendwann trieb mich der Hunger in ein Vegetarisches Cafe, Cafe Vida und dort habe ich so fein, gesund und ausgewogen gegessen, wie schon seit vier Monaten nicht mehr. Da ich noch viel Zeit hatte, da mein Bus erst gegen 20 Uhr hier abfuhr, bin ich nochmal kreuz und quer durch die Stadt gelaufen.

Um 20 Uhr ging es dann auch schon wieder nach Sucre.

Eure Hannah


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