Ein ganz besonderes Weihnachten

​Die Weihnachtzeit und der damit verbundene Stress ist für viele nun vorbei. Auch für uns, obwohl der Stress dieses Jahr für uns ausfiel.

Denn für uns war Weihnachten dieses Jahr wirklich besonders.
Fernab der Heimat, bei anderen Wetterbedingungen und mit anderen Menschen. Ohne Vorweihnachtsstress und ohne Weihnachtsmarkt.

Manchmal hat man daran gedacht, wie es jetzt wäre auf dem Weihnachtsmarkt zu sein, denn dieser gehört einfach dazu, jedoch verflog dieser Gedanke schnell wieder, da hier keinerlei Weihnachtsstimmung aufkam. Selbst an Weihnachten nur wenig. 
Wir hatten an dem „Heiligen Abend“ 25° in der Sonne und liefen mit kurzen Hosen und T-Shirt über den Markt.
Wir haben gemeinsam als WG traditionell für uns am 24.12 gefeiert. Unüblich für hier, denn hier wird Weihnachten am 25.12 gefeiert. Davon haben wir selbst nicht viel mitbekommen, außer das weniger Menschen und Autos auf den Straßen waren. 

Ein typisches Essen hier ist Pollo Picana. Hähnchen- und Rindfleisch in einer rötlichen Soße mit Erbsen und einem Maiskolben.

Unser „Heilig Abend“ lief wie folgt ab:
Nach einigen Überlegungen was wir für so viele Personen zu essen machen stand irgendwann fest: Es gibt etwas Besonderes! Denn Weihnachten war schließlich etwas besonderes für uns und alle Beteiligten, egal ob hier oder zuhause.
Es gab selbstgemachte Knödel, mit Rotkraut und Burgunderfleisch. Wirklich sehr lecker und alles selbstgemacht, zum Teil auch zum ersten Mal.
Abends saßen wir zu 10. bei einem Glas Wein zusammen und spielten einige Spiele. Nebenbei liefen Weihnachtslieder und der Plastiktannenbaum, den wir von unserem Chef bekommen haben, erstrahlte mit seiner Lichterkette. Man muss dazu sagen, dass er nicht wirklich schön ist, denn genauso kitschig wie hier vieles ist, ist auch unser Tannenbaum. An weihnachtlicher Stimmung hat es nicht gemangelt, jedoch war Weihnachten dieses Jahr so weit weg für mich, dass es schon kein Weihnachten mehr war. Wir haben es schon zelebriert, jedoch war Weihnachten ein Tag wie jeder andere auch. Nur eines wurde einem hier wirklich richtig bewusst. Es ist egal wo auf der Welt man feiert, mit welchem Essen und wie vielen Geschenken. Wichtig ist nur, das Menschen um einen herum sind, die man mag!

Am 25.12 liefen wir in die Stadt um ein Eis essen zugehen, denn wir hatten mehr als 25° auf dem Thermometer. Wir setzten uns an die Plaza und wurden einige Tage davor schon darauf hin gewiesen, dass wir dort auf große Menschenmengen stoßen werden. Für uns ist die Armut auf den Straßen Alltag geworden, jedoch waren diese Bilder nochmals anders
.. Die ganze Plaza war voll mit Familien, die aus ärmlichen Verhältnissen stammen..Zwei Mal kam in dieser Zeit ein Auto mit Lebensmittel vorbei und dort wurde drauf losgestürmt, dass binnen zwei Minuten alles weg war. Wir wurden „vorgewarnt“ das es so kommen könnte, jedoch habe ich nicht mit so einem Ansturm gerechnet..

Mehr gibt es zu unserem Weihnachten auch gar nicht zusagen. 
Unten findet ihr ein paar Bilder zu unserem Fest.
Was interessiert euch denn an Themen? Hier ist vieles zum Alltag geworden, weshalb es schwer für mich ist, passende Themen zu finden. Schreibt mir gerne über was ihr lesen möchtet! 

Liebe Grüße aus Sucre,
Hannah

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